Der US-Kongress könnte ein Antikartellgesetz gegen die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) verabschieden, um die Kontrolle über den globalen Ölmarkt zurückzugewinnen.

Seit mehreren Jahren setzen sich die US-Ölkonzerne für den freien Wettbewerb in diesem Sektor ein. Sie haben wiederholt einen Gesetzentwurf eingebracht, der dieses Prinzip, das No Oil Producing and Exporting Cartels Act (NOPEC)-Gesetz, auf die Staaten ausdehnt.

Nach dem Rückgang der Weltpreise auf unter 30 Dollar pro Barrel erinnerte die US-Produzentenvereinigung Präsident Trump daran, dass er sich in seinem Buch Time to Get Tough: Making America #1 Again zu diesem Thema geäußert hatte.

In diesen letzten Wochen ist es Washington gelungen, Saudi-Arabien im Jemen eine Niederlage zuzufügen, aber nicht die Kontrolle über Aramco zu übernehmen. Gleichzeitig wandte sich das Pentagon gegen die Entführung des venezolanischen Präsidenten während der Epidemie.

Die Politik von Präsident Trump als Ganzes setzt voraus, dass die Vereinigten Staaten der größte Ölproduzent der Welt sind, aber fallende Preise treiben den gesamten Schieferölsektor in den Bankrott [1].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Geopolitik des Erdöls in der Trump-Ära“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen: Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 10. April 2019.