Der iranische Journalist des Guardian, Saeed Kamali Dehghan (Bild), behauptet heute, Dschamal Khashoggi sei sein Informant gewesen. Ihm zufolge wären die ihm gegebenen Geständnisse das Motiv für die Ermordung des Journalisten der Washington Post (und Mitglied der Muslimbruderschaft) am 2. Oktober 2018 in Istanbul.

Im Oktober 2018 veröffentlichte Saeed Kamali Dehghan drei Artikel über die von Saudi-Arabien beeinflussten Medien [1]. Insbesondere hatte er angedeutet, dass die Kette Iran International TV mit Sitz in London heimlich in Höhe von 250 Millionen Dollar von Saudi-Arabien finanziert werde.

Sie wurde kurz vor den iranischen Präsidentschaftswahlen am 19. Mai 2017 geschaffen.

Die britische Regulierungsbehörde Ofcom war besorgt über die Aktionen des Senders, der die Volks-mudschaheddin und die Avaz-Befreiungsbewegung gepriesen hatte; zwei Organisationen, die die Verantwortung für eine Reihe von terroristischen Aktionen gegen die Islamische Republik übernommen haben und die von Saudi-Arabien unterstützt werden.

Saeed Kamali Dehghan hatte darauf hingewiesen, dass die Manipulationsoperation des Iran International TV von Saud al-Qahtani im Auftrag von Prinz Mohamed bin Salman geleitet worden war. Es war derselbe al-Qahtani, der die Säuberung des Ritz-Carlton und die Vernehmung des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri überwachte. Er ist es auch, den die Türkei als Aufseher der Ermordung Khashoggis identifiziert hat. Er soll nun in Riad unter Hausarrest stehen.

Saeed Kamali Dehghan wurde durch die Netzwerke von George Soros ausgebildet. 2009 drehte er einen Dokumentarfilm für HBO, in dem er behauptete, die junge Neda Agha-Soltan sei von den Geheimdiensten der Islamischen Republik während der Proteste gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ermordet worden. Für diese Arbeit erhielt er einen Peabody Award und wurde von der Association of Foreign Press im Vereinigten Königreich (gesponsert von Katar) zum Journalisten des Jahres 2010 ernannt. In Wirklichkeit wurde die junge Neda während der Demonstration nicht vom Iran ermordet, sondern als sie von ihren behandelnden Agenten ins Krankenhaus gebracht wurde. [2].

Saeed Kamali Dehghan wurde später Mitarbeiter von CNN, CBC, France 24, Channel 4, dann von Le Monde und dem Guardian.

Seit Khashoggis Ermordung tun die Geheimdienste Ihrer Majestät ihr Bestes, um ihn zu diskreditieren, und der Guardian hat ihm vollkommen verboten, etwas über den Fall zu veröffentlichen [3].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] “Ofcom examining TV network over interview praising attack in Iran”, Saeed Kamali Dehghan, The Guardian, October 2, 2018. “Independent’s deal with Saudi publisher back under spotlight”, Jim Waterson & Saeed Kamali Dehghan, The Guardian, October 19, 2018. “Concern over UK-based Iranian TV channel’s links to Saudi Arabia”, Saeed Kamali Dehghan, The Guardian, October 31, 2018.

[2] „Was geht in Syrien vor?“, von Domenico Losurdo, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 20. Juni 2011.

[3] “Guardian reporter speaks out on Neda Agha-Soltan, Jamal Khashoggi, Iran International TV, Masih Alinejad”, Mohammad Homaeefar, Tehran Times, March 3, 2020.