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Hassan Nasrallah: « Kein Medien- oder politischer Krieg wird unseren Widerstand brechen »

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Der Generalsekretär der Hisbollah, Sayyed Hassan Nassralah, hat die Prognosen vereitelt und ist öffentlich in Beirut diesen Mittwoch (7/12/11), zum Anlass des Gedenktages des Märtyrers Imam Hussein, Enkel des Propheten Mohammed, erschienen

Obwohl die atlantische Staffel mit Nachdruck betont, dass jeglicher Widerstand gegen ihre Weltanschauung in der Region zum Zusammenbruch verurteilt ist, hört sich dieses Ereignis wie eine plötzliche Rückkehr zur geopolitischen Realität an.

Erstens, nachdem er ins Gedächtnis rief, dass die USA durch die militärische Situation gezwungen waren, ihre Soldaten vom Irak bis zum Letzten von jetzt bis zum 31. Dezember 2011 abzuziehen, lenkt Hassan Nasrallah die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Kraftverhältnisse in der Gegend. Während das Pentagon dort die größte Militärbasis der Welt gebaut hatte, theoretisch für Jahrzehnte gedacht, evakuiert es derzeit unter der Drohung des irakischen Widerstandes überhastet seine Truppen. Heute blieben auf Ort nur mehr 20 000 der 170 000 ursprünglich präsenten Soldaten.

Zweitens, indem er zur Kenntnis nimmt, dass das Ziel der Operation gegen Damaskus, die Abschwächung des Widerstandes gegen das Israel-US Projekt der Neuformung des „weiteren Mittleren Osten“ auf ethnischer und konfessioneller Basis ist, erklärt er dem säkularen Syrien eine klare Unterstützung. Auf Seiten des Iran, der verkündete, dass er massiv auf jeglichen militärischen Eingriff reagieren würde, stellt die Hisbollah ihre Feuerkraft vollauf der Abschreckung gegen jegliche ausländische, mit humanitären Vorwänden getarnte Intervention, zur Verfügung.

Durch die Hervorhebung dieser zwei Punkte lädt H. Nasrallah die westlichen Militärstäbe ein, das Verhältnis Kosten/Nutzen eines eventuellen Krieges in Syrien neu zu bewerten, indem sie dem irakischen „Saigon“ und der Widerstandsallianz von Gaza-Beirut-Damaskus-Teheran Rechnung tragen.

Auf derselben Ebene haben die russischen und chinesischen Supermächte dieser strategischen Achse ihren Rückhalt indirekt durch ihre Stimme im Sicherheitsrat am 5. Oktober versichert. Nach den dramatischen Abenteuern der NATO in Libyen scheint es nicht mehr ziemlich, dem medien- und diplomatischen Diktat des Imperiums beizugeben, welches den beunruhigenden Eindruck erweckt, seine eigene Kriegspropaganda für die Realität zu halten.

Übersetzung
Horst Frohlich

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